Blood Club

Alles über Plasmaspende

Plasma Power

Plasma ist der flüssige Bestandteil deines Blutes – und eine Ressource, die dein Körper nachbildet. Bei der Plasmaspende wird dein Blut über ein Trenngerät geführt: Plasma wird gesammelt, deine Blutzellen bekommst du direkt zurück.

Deshalb ist Plasmaspende deutlich häufiger möglich als Vollblutspende – bis zu 45- bis 60-mal im Jahr, je nach Spendedienst.

PLASMA LA VISTA, BABY.

WTF

Was ist ÜBERHAUPT eine Plasmaspende?

Blutplasma macht etwa die Hälfte deines Blutvolumens aus. Es ist Transportmedium für Proteine, Antikörper, Gerinnungsfaktoren, Hormone und Nährstoffe. Bei der Plasmaspende wird dieser flüssige Anteil über ein Verfahren namens Plasmapherese von den festen Blutbestandteilen getrennt.

Der entscheidende Unterschied zur Vollblutspende: Deine roten Blutkörperchen, weißen Blutkörperchen und Blutplättchen werden dir während der Spende wieder zugeführt. Nur das Plasma wird entnommen.

Wofür wird Plasma eigentlich gebraucht?

Die wenigsten wissen, wofür Plasma konkret eingesetzt wird – dabei ist der Bedarf groß und vielfältig: Viele Arzneimittel lassen sich aktuell nicht künstlich herstellen. Ohne Plasmaspenden gäbe es sie schlicht nicht.

Immundefekte

Menschen mit einer angeborenen oder erworbenen Immunschwäche sind auf Immunglobuline aus Plasma angewiesen – teilweise ein Leben lang

Hämophilie

Auch bekannt als Bluterkrankheit: Betroffene benötigen Gerinnungs-faktoren – also das Plasmaprotein Fibrinogen. Aus deiner Spende werden diese Medikamente hergestellt.

Verbrennungen und SchockS

Albumin-Präparate – also Medikamente aus einem der primären Plasmaproteine – helfen, bei schweren Verbrennungen oder Schocks den Kreislauf zu stabilisieren.

Autoimmunerkrankungen

Einige Therapien für sonst schwer zu behandelnde Autoimmunerkrankungen basieren direkt auf Plasmapräparaten.

Lebererkrankungen

Bei akutem oder akut-auf-chronischem Leberversagen (ACLF) kommt der Plasmaaustausch als intensivmedizinisches Verfahren zum Einsatz.

Wie läuft eine Plasmaspende ab?

Eine Plasmaspende dauert insgesamt meist 45–60 Minuten – länger als eine Vollblutspende, weil der Trennprozess in mehreren Zyklen abläuft.

  1. Anmeldung & Gesundheits-check

    Fragebogen, Blutdruck- und Temperaturmessung, teils ein kurzer Bluttest.

  2. TRENNUNG

    Über eine Armvene wird Blut entnommen und in Zyklen durch das Trenngerät geführt. Das Gerät trennt Plasma von den zellulären Bestandteilen.

  3. Rückgabe

    Die Blutzellen werden dir über denselben Zugang zurückgegeben – das läuft in mehreren Zyklen während der Spende.

  4. RUHE

    Nach der Spende ist eine kurze Erholungsphase üblich. Ein kleiner Snack, was leckeres zu trinken – und weiter geht’s mit deinem Tag!

Wer kann Plasma spenden?

  • Alter meist zwischen 18 und 60/65 Jahren, abhängig vom Spendedienst
  • Mindestgewicht von 50 kg
  • Guter allgemeiner Gesundheitszustand, keine akuten Infekte
  • Ausreichender Gesamteiweißwert im Blut
  • Kein zu kurzer Abstand zur letzten Plasma- oder Vollblutspende

Auch hier entscheidet die medizinische Prüfung vor Ort final über die Tauglichkeit.

Wie oft kann ich Plasma spenden?

Plasma kann deutlich häufiger gespendet werden als Vollblut, da der Körper den flüssigen Anteil und die Plasmaproteine vergleichsweise schnell wieder ausgleicht.

Je nach Spendedienst und individueller Spendefähigkeit sind bis zu 45–60 Spenden pro Jahr möglich, meist mit einem Mindestabstand von wenigen Tagen zwischen zwei Terminen.

Was passiert mit meiner Plasmaspende?

Aus gespendetem Plasma werden unter anderem folgende Produkte hergestellt:

  • Immunglobuline – für Patient:innen mit Immundefekten
  • Gerinnungsfaktoren – für Menschen mit Bluterkrankheiten wie Hämophilie
  • Albumin – u. a. bei Verbrennungen oder Lebererkrankungen eingesetzt

Diese Arzneimittel lassen sich aktuell nicht künstlich herstellen – sie sind auf gespendetes Plasma angewiesen.